Sitemap

Von der Idee zum Prototypen

Von der Idee zum Prototypen

In der ersten InnovationsWerkstatt Schöneweide arbeiteten vier Schöneweider Unternehmen mit HTW-Studierenden-Teams an unternehmenseigenen Fragestellungen

Viele Unternehmen sehen sich in den Zeiten des weltweiten Wettbewerbs einem erheblichen Konkurrenzdruck ausgesetzt. Dieser gilt nicht nur für den Absatz ihrer Produkte, sondern insbesondere auch für die Sicherung ihres Mitarbeiternachwuchses. Daher sind sie gefragt, kreative Lösungen in den Bereichen Innovation und  Fachkräfte zu entwickeln. Gleichzeitig gibt es an den Hochschulen einen Bedarf für praxisnahe Projekte, die die Qualität der Ausbildung von Studierenden erhöhen und an Formaten, die KMUs den Zugang zur Hochschule erleichtern.

Beide Perspektiven wurden von der Hochschule für Technik und Wirtschaft Berlin (HTW Berlin) und dem Regionalmanagement Berlin Schöneweide aufgenommen. Gemeinsam mit lokalen Unternehmen und dem Unternehmerkreis Schöneweide wurde im letzten Jahr das Format der offenen Kooperationsplattform für Praxis-, Entwicklungs- und Forschungsprojekte zwischen Unternehmen und Hochschule entwickelt. In Projekt-Teams arbeiten Studierende hier an ergebnisoffenen Unternehmensfragestellungen. Dabei werden Verfahren und Produkte explorativ hinterfragt, Materialien geprüft, Prototypen gebaut und Geschäftsmodelle getestet. Das Ziel sind sichtbare Ergebnisse, die manchmal vielleicht ganz einfach, manchmal neuartig, manchmal überraschend, oder auch alles drei zusammen sind. Um dies möglich zu machen, sind jedoch konkrete Arbeitsformate notwendig, welche Unternehmen und Hochschule miteinander ins Spiel bringen und die Zusammenarbeit erfolgreich etablieren.

In diesem Monat startete die erste InnovationsWerkstatt Schöneweide mit einer konzentrierten Projektwoche. Vier Schöneweider Unternehmen, 13 Studierende und vier ProfessorInnen aus den Bereichen Industrial Design, betriebliche Umweltinformatik und Kommunikationsdesign sowie die AgenturMultiplicities und weitere externe Experten waren dabei.

Was ist konkret passiert?

Gleich am ersten Tag lernten die Studierenden durch einzelne Besuche vor Ort die beteiligten Unternehmen kennen. In den Gesprächen kristallisierten die Projektteams einzelne Bedarfe und individuelle Herausforderungen heraus, die im Laufe der Woche zu konkreten Fragestellungen ausformuliert wurden. Verschiedene Coaches – vom Berliner Ideenlabor über die Geschäftsführerin von COMMON WORKS bis hin zu Experten aus dem Hasso-Plattner-Institut – begleiteten die konzentrierten Phasen der Fragenbearbeitung und unterstützten bei der darauffolgenden Konkretisierung von möglichen Lösungsansätzen. Die von allen Facilitatoren verwendete Design-Thinking-Methode verhalf dabei den Studierenden auf teils spielerische Weise, komplexe Probleme zu strukturieren und Lösungsideen zu entwickeln. Am Ende der Woche waren die Wände der Werkhalle auf dem HTW-Campus mit Packpapier und Post-Its übersäht. Auch die ersten Prototypen für Produkte, Organisations- oder Verfahrensprozesse waren ausgearbeitet – kreative Ergebnisse, die möglich wurden, weil sich Unternehmen, Studierende und Professoren gleichermaßen auf das neue Format einließen. In einer Abschlusspräsentation stellten die HTW-Studierenden den Unternehmen, der Hochschulleitung und den ProfessorInnen ihre Lösungsideen vor. Im Anschluss daran gab es die Möglichkeit, in Einzelgesprächen zwischen Projektteams und Unternehmen weitere Ausarbeitungen der Ideen zu definieren.

Auch wenn im Vorfeld der Werkstatt keine Garantien für verwertbare Ergebnisse aus den kreativen Ideengenerierungen ausgesprochen werden konnten, so wurde am Ende niemand enttäuscht. Alle Beteiligten waren sich einig, dass die InnovationsWerkstatt Schöneweide eine echte Chance darstellt, um den Austausch und die Zugänge zwischen Hochschule und Unternehmen zu fördern. An einer nachhaltigen Implementierung des Netzwerkformats wird nun intensiv gearbeitet. Mit einem erfolgreichen ersten Durchlauf konnten hierfür schon einmal die Weichen für den zukünftigen Ausbau gestellt werden.

>>> Weitere Infos unter www.innovationswerkstatt-sw.de <<<