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B-PLAN FÜR EHEMALIGES SAMSUNG-GELÄNDE WIRD AUFGESTELLT

B-PLAN FÜR EHEMALIGES SAMSUNG-GELÄNDE WIRD AUFGESTELLT

Am 7. Mai wurde der Planaufstellungsbeschluss für den Bebauungsplan 9-59 „Ostendstraße“ gefasst. Neue Entwicklungen können damit angestoßen und gesichert werden.

Das Bezirksamt Treptow-Köpenick von Berlin hat in seiner Sitzung am 7. Mai 2019 beschlossen, für das Grundstück Ostendstraße 1-15 im Bezirk Treptow-Köpenick, Ortsteil Oberschöneweide, einen Bebauungsplan mit der Bezeichnung 9-59 aufzustellen. Die Intention des Bebauungsplans besteht in der Entwicklung und Sicherung des zurzeit durch unterschiedliche gewerbliche Nutzungen und teilweisen Leerstand geprägten Geländes des ehemaligen Samsung-Areals entlang der Spree. Das Gebiet um den denkmalgeschützten Gebäudekomplex des Architekten Peter Behrens soll als gewerbliche Fläche unterschiedlicher Intensität mit Bezug auf die sie umgebenden Nutzungen entwickelt werden. Dabei soll für einen Teil des Plangebiets auch eine Hochschulnutzung ermöglicht werden. Damit wird zusammen mit den westlich und nördlich angrenzenden Flächen die weitere Stärkung des Gewerbe- und Forschungsstandortes betrieben.

Der Peter-Behrens-Bau in der Ostendstraße gehört zu den prägendsten architektonischen Bauten in Schöneweide. Das denkmalgeschützte Gebäude und sich anschließende Gelände wird zurzeit zum Teil gewerblich genutzt, zum Teil steht es leer. Auch die Hochschule für Technik und Wirtschaft Berlin (HTW) gehört zu den Mietern und würde gern weitere Fachbereiche und Einheiten dorthin verlegen sowie konsolidieren. Auf dem 10 ha großen Areal, einst Werk für Fernsehelektronik und später Samsung, wurden durch den privaten Investor jahrelang lediglich Erhaltungsmaßnahmen, jedoch keine grundlegenden Investitionen, vorgenommen.

Das ehemalige Samsung-Gelände ist sowohl wesentlicher Teil des Gewerbestandortes Schöneweide mit Ansiedlungen aus dem Bereich Wissenschaft, Produktion und Technologie, als auch ein Gewerbestandort von gesamtstädtischer Bedeutung für die gewerblich-industrielle Entwicklung Berlins in Verknüpfung mit Wissenschaft und Forschung. Eine Reaktivierung der gewerblichen Nutzung im Plangebiet stärkt den Standort Schöneweide als Fläche des Entwicklungskonzepts für den produktionsgeprägten Bereich. Die avisierte Standortkonzentration der HTW Berlin könnte die Anziehungskraft auf forschungsorientierte, innovative Unternehmen erhöhen.

 

Weitere Informationen:

Bebauungspläne sind in einem förmlichen, gesetzlich genau geregelten Verfahren zu erarbeiten. Innerhalb des Bebauungsplanverfahrens werden eine frühzeitige Öffentlichkeitsbeteiligung sowie eine zweite Beteiligung der Öffentlichkeit im Rahmen der öffentlichen Auslegung des Bebauungsplanentwurfs durchgeführt. Die Öffentlichkeitsbeteiligungen werden in den Tageszeitungen „Berliner Zeitung“ und „Berliner Morgenpost“ sowie im Internet mit Zeit und Ort veröffentlicht. Die öffentliche Auslegung wird ortsüblich im Amtsblatt für Berlin bekanntgemacht. Zum gegenwärtigen Zeitpunkt kann das Bezirksamt keine Auskünfte über das allgemeine Ziel hinaus erteilen.

 

Foto: Peter-Behrens-Bau © Regionalmanagement Berlin Schöneweide/ David von Becker