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Öffentlicher Uferweg entlang der Spree

Öffentlicher Uferweg entlang der Spree

Über aktuelle Planungen zum durchgängigen Spreeufer in Schöneweide – ein Veranstaltunsrückblick.

Schöneweide ist ein Ort mit vielen Qualitäten – eine davon ist zweifelsohne die direkte Wasserlage. Doch die in Schöneweide lebenden und arbeitenden Menschen haben nicht immer etwas von diesem attraktiven Standortvorteil. Zäune und Mauern unterbrechen den eigentlich so idyllischen Uferweg entlang der Spree. Die Bürgerinitiative SchöneWeider Ufer macht schon seit Jahren auf das Problem aufmerksam und auch das zuständige Bezirksamt steht mit Beteiligten und Betroffenen im Kontakt, um eine bessere Zugänglichkeit der Ufergelände zu erwirken.

Für das Stadtentwicklungsamt Treptow-Köpenick Anlass genug, um gemeinsam mit dem Planungsbüro Szamatolski & Partner im Juni diesen Jahres zur Veranstaltung „Ein Uferweg in Schöneweide?“ einzuladen. Interessierte wurden hier über Inhalt und aktuellen Verfahrenstand der im November 2013 aufgesetzten Uferkonzeption Treptow-Köpenick informiert.

Ein Vertreter des Landschaftsplanungsbüros Andreas Butzke informierte zum Einstieg über die bereits erfolgreich abgeschlossenen Kartierungen der Eigentumsverhältnisse und Nutzungen entlang des Spreeufers. Aus diesen Analysen lassen sich deutliche Herausforderungen für weitere Verhandlungen um den ungeklärten Raum ableiten. So verfügt der Standort Schöneweide zwar insgesamt über rund 12 Kilometer Spreeufer, davon befinden sich jedoch gut fünf Kilometer in Privatbesitz. In seiner Einführung unterstrich Butzke allerdings, dass die jetzt vorgelegte Bereichsentwicklungsplanung weder derzeit noch nach Beschlussfassung im Bezirksamt und Parlament in bestehende Eigentumsverhältnisse eingreifen oder  festgeschriebene Natur- oder Wasserschutzgebiete ignorieren dürfte.

Die Uferkonzeption wurde daher auf Basis der Analysen in enger Abstimmung mit den Anrainern vor Ort erstellt. Zunächst fungiert das Konzept als flexibles Instrument für die zukünftige Uferentwicklung im gesamten Bezirk Treptow-Köpenick. Mit dem Investor für Wohnungsbau in der Tabbertstraße konnte bereits eine Einigung bezüglich der Zugänglichkeit seines Uferraums erzielt werden. Frau Löbel, die Leiterin des Fachbereichs Stadtplanung im Bezirk, klärte weiterhin über Möglichkeiten auf, die Öffnung einiger  Uferstrecken für die Allgemeinheit über einen Bebauungsplan oder städtebaulichen Vertrag regeln zu lassen. Dies würde sich nicht nur für die Gewässerufer von der Brückenstraße bis zum Heizkraftwerk Richtung Rummelsburg anbieten. Auch für die Brache an der Hasselwerderstraße oder die Strecke zwischen Treskowbrücke und Stadtplatz Schöneweide wird ein solches Vorgehen laut Verwaltungsexpertin Löbel praktiziert und zielführend sein.

Deutlich wurde, dass sowohl die Bürgerinitiative SchöneWeider Ufer als auch der Bezirk bestrebt sind, eine Einigung mit allen Beteiligten für die durchgehende Uferbegehung in Schöneweide zu erreichen. Die Veranstaltung „Ein Uferweg in Schöneweide?“  konnte einen weiteren Beitrag zum laufenden Verständigungsprozess leisten – und stimmt Anwohner und Touristen zuversichtlich, bald durchgängig die Spree entlang flanieren zu können.

Weitere Informationen zum Thema in der PM des Bezirksamtes v. 20.11.2013.