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Olympia Gold für die Kanuten – mit Booten aus Schöneweide

Olympia Gold für die Kanuten – mit Booten aus Schöneweide

Der Deutsche Kanu-Verband (DKV) war mit 7 Medaillen der erfolgreichste Verband bei den Olympischen Spielen in Rio de Janeiro. Mit dabei waren eine Reihe von Sportlern aus Berlin und Potsdam.

Noch regionaler ist die Herkunft der schwimmenden Untersätze der Sportler. Am Institut für Forschung und Entwicklung von Sportgeräten (FES) in der Tabbertstraße in Berlin Schöneweide werden alle olympischen Bootsklassen entwickelt und produziert. Am Start waren vom Institut FES die Mannschaftsboote der Kajaks, drei Zweier- und zwei Vierer-Kajaks, die insgesamt vier Medaillen gewonnen haben. Für Marcus Groß (Berlin) und Max Rendschmidt (Essen) gab es nicht nur Gold im Zweier-Kajak, sondern zusätzlich noch mit Tom Liebscher (Dresden) und Max Hoff (Essen) Gold im Vierer, beides in Booten des FES!

Vieles ist zu beachten bei der Entwicklung der Sportboote: der hydrodynamische Widerstand zum Beispiel. Auch an der Verbesserung des Masse-Steifigkeitsverhältnisses, der Optimierung der Trägheitsmomente oder der optimalen Anpassung des Arbeitsbereiches der Sportler wird kontinuierlich gearbeitet. Speziell bei den Paddeln tüfteln die FES-Mitarbeiter an der Perfektionierung des sogenannten Vortriebswirkungsgrades. Darüber hinaus stellt das Institut FES seit 1990 innovative Messsysteme für den DVK bereit. Von der Programmierung bis hin zur Betreuung bei der Nutzung und Datenauswertung wird so die Leistungsfähigkeit der Boote laufend überprüft und verbessert.

Eine große Pause gibt es aber nach diesem Erfolg nicht für die Entwickler aus Schöneweide, damit für die deutschen Kanuten auch bei den olympischen Sommerspielen in Tokio in vier Jahren nichts schiefgehen kann.