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RÜCKBLICK SCHÖNEWEIDER SALONGESPRÄCH

RÜCKBLICK SCHÖNEWEIDER SALONGESPRÄCH

Welche interessanten Projekte und Standortentwicklungen für „neuen Wind am Zukunftsort“ Schöneweide sorgen und ob sie den entscheidenden Entwicklungsschub bringen – darüber sprach das Regionalmanagement mit privaten Projektentwicklern, der Berliner Verwaltung und der HTW Berlin beim Salongespräch.

Das Regionalmanagement Berlin Südost begrüßte am 10. Oktober 2019 in einem bis auf den letzten Platz gefüllten Industriesalon zum Schöneweider Salongespräch. Unterstützt wurde das Format wie immer vom Unternehmerkreis Schöneweide e.V. und dem Schöneweider Industriesalon e.V., der in diesem Jahr sein 10-jähriges Jubiläum feierte. Worum ging es? Versprochen wurde, dass es „neuen Wind am Zukunftsort“ Schöneweide gibt. Wie der aussieht, wurde vom Moderator Gregor Keck, Leiter des Regionalmanagements und den anwesenden Projektentwicklern genauer beschrieben.

Zu den interessanten Flächen- und Objektentwicklungen am Zukunftsort gehört das ehemalige Werk für Fernsehelektronik an der Ostendstraße. Der Eigentümer hat im Sommer gewechselt. Jetzt kümmert sich die Deutsche Immobilien Entwicklungs AG (DIE AG) um eine gewerbliche Entwicklung des Areals. In Vertretung von Thomas A. Mohr, Vorstand der DIE AG, kamen Einzelheiten zur Sprache. Neu unter dem Begriff „Behrensufer“, werden dort in den nächsten Jahren bis zu 1 Mrd. EUR an Investitionsmitteln fließen. Die ersten Arbeiten sollen bereits in 2020 am Peter-Behrens-Bau beginnen. Wer die zukünftigen Mieter sein werden, dass ist noch abhängig vom endgültigen Nutzungskonzept. Die HTW Berlin wäre in jedem Fall gern gesehen sowie auch einzelne der bereits vorhandenen Unternehmen. Auch der Präsident der HTW Berlin, Prof. Dr. Carsten Busch, kann sich vorstellen, das Nachbargrundstück für einzelne Fachbereiche dauerhaft zu nutzen. Schließlich braucht er weiteren Platz für seine Studierenden. Bereits jetzt geht es nicht ohne die Räume im Technologie- und Gründerzentrum Spreeknie sowie im Peter-Behrens-Bau. Zudem plant er neue Studiengänge. Erstmalig in Deutschland soll es einen Studiengang zum Thema Cybersicherheit geben. Gern würde er den Campus Treskowallee ebenfalls an die Spree verlegen. Doch dafür bedarf es der Zustimmung der Berliner Senatsverwaltung. Dann stünden auch Mittel zur Verfügung, um weitere Entscheidungen herbeizuführen, wie er vor Ort mitteilt.

Als weitere Projekte waren die ehemalige „Bärenquell“-Brauerei in der Schnellerstraße und das ehemalige Kulturhaus/ Arbeiterwohlfahrtgebäude in der Wilhelminenhofstraße im Gespräch. Während David Brachmann, Bau- und Projektleiter bei der Capital Bay Construction & Development Management GmbH, noch für neue Nutzungsideen für das ehemalige Kulturhaus warb – Visionen erlaubt!, zeigte Dr. Alexander Haeder, ehemaliger Projektentwicklungsleiter, Home Center Management GmbH bereits einen Entwurf vom zukünftigen “Bärenquell”-Areal. Erste Bauanträge sind bereits eingereicht. Nutzungsmischung ist das Ziel. Auch der Bezug zur Spree soll gestärkt werden. Platz zum Arbeiten, für Handwerk, Geschäfte, Beherbergung, Kulinarik und Kultur wird Stück für Stück geschaffen werden. Das Quartier Niederschöneweide könnte aus seiner Sicht dadurch nachhaltig aktiviert werden. Ulrike Zeidler, Amtsleiterin Stadtentwicklungsamt vom Bezirk Treptow-Köpenick, die mit auf dem Podium sitzt, freut sich, dass die Überreste der alten Brauerei nun denkmalgerecht gesichert werden und in Teilen für die Öffentlichkeit neu erlebbar werden.

Wohin der Zukunftsort Schöneweide als Wirtschafts- und Wissenschaftsstandort steuert, das war der Staatssekretärin Barbro Dreher noch nicht klar genug. Im Salongespräch warb sie für die Aufstellung eines Masterplans. Schon sehr klar dagegen sind die Vorstellungen zu einem Landmark auf dem Stadtplatz in Schönweide: Eine Skulptur namens „Elektra“, die mit Hilfe von selbst produzierter Windenergie leuchtet und gleichzeitig als E-Ladestation fungiert. Das Landmark soll den Standort Schöneweide charakterisieren, als Teil der historischen Berliner Elektropolis an dem heute regenerative Energien zukunftsweisend entwickelt werden. Susanne Reumschüssel, Leiterin des Industriesalons, die das Projekt antreibt, bemüht sich derzeit noch um eine Finanzierung und die Fortführung von Abstimmungsprozessen. Ein Projekt, das ebenfalls durch ihr Engagement lebt, ist der Umbau der ehemaligen AEG-Kantine zum Kabelmuseum. Erste Studien zur Untersuchung der Machbarkeit konnten beauftragt werden.

Gäste und Publikum führten einen regen, zum Teil auch kontroversen Austausch, doch immer ging es um die Sache. Einig sind sich alle Projektenwickler: Sie sind gekommen um zu bleiben. Schluss mit Spekulationen. Jetzt geht es darum gemeinsam zu entwickeln – zu machen! Dem Regionalmanagement ist es gelungen einen Dialog anzutreiben, den es in einem geeigneten Format fortzuführen gilt.

 

 

Foto: Ulrike Zeidler,  Dr. Alexander Haeder, Gregor Keck, David Brachmann, Thomas A. Mohr (v.l.n.r.) © Regionalmanagement Berlin Südost